Behandlung

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Konservative Behandlung – Hämorrhoiden

Eine nicht operative Behandlung kommt bei Hämorrhoiden im Stadium 1 bis 2 infrage. Ballaststoffreiche Nahrung, milde Stuhlaufweicher, lauwarme Sitzbäder, Salben und Zäpfchen können eine Linderung bewirken.

Konservative Behandlung – Analfissur

Behandlung der Stuhlkonsistenz: weicher Stuhl, kann leichter entleert werden, verringert die Schmerzen und ermöglicht die Wundheilung.
Lockerung des Schließmuskels: schmerzhemmende und entspannende Salben lösen die Verkrampfung des Schließmuskels, der zusätzlich mit dem Finger oder Analkegeln auf gedehnt werden kann.

Konservative Behandlung  – Marisken

Als Soforthilfe bei akuten Beschwerden kann eine kurzzeitige Verwendung von speziellen Salben Linderung bringen. Beim Fortbestehen der Beschwerden sollte allerdings eine proktologische Untersuchung durchgeführt werden. Nur in seltenen Fällen müssen Marisken operativ entfernt werden.

Konservative Behandlung – Perianalthrombose

Kleinere Knoten werden konservativ mit Sitzbädern sowie Cremes oder Salben behandelt, ergänzend kann eine Stuhlregulierung sinnvoll sein, um harten Stuhl zu vermeiden. Es dauert oft mehrere Wochen, bis sich der Knoten von selbst zurückgebildet hat.

Verödung – Sklerotherapie

Die Sklerosierung (Verödung) wird im Anfangsstadium der Beschwerden bei Hämorrhoiden angewendet. Sie ist schmerzlos und wird ambulant durchgeführt. Der Arzt spritzt einen Wirkstoff in die vergrößerten Gefäßpolster, der das Gewebe verödet und schrumpfen lässt .

In der Regel sind drei Behandlungen in einem Abstand von vier bis sechs Wochen notwendig. Die Behandlung wird ambulant in unserer Ordination durchgeführt. Eine erneute Bildung von vergrößerten Hämorrhoiden ist nicht auszuschließen.

Gummiband-Ligatur bei Hämorrhoiden

Innere Hämorrhoiden können durch eine Gummibandunterbindung kuriert werden. Ambulant wird innerhalb einer Proktoskopie (Enddarmspiegelung) ein enges Gummiband um die Hämorrhoiden gelegt. Nach wenigen Tagen fällt der abgebundene Knoten samt Gummiband ab und wird unbemerkt über den Stuhl ausgeschieden. Im Schnitt sind drei bis fünf Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen notwendig.

 

Chirurgische Maßnahmen

Chirurgische Eingriffe Hämorrhoiden - Operation - Analfissur, Mariske, Perianalthrombose

Hämorrhoiden Operation

Die klassische Behandlung der Hämorrhoiden besteht in Ihrer Entfernung. Der Nachteil dieser Methoden ist die verbleibende Wunde in einer sehr schmerzempfindlichen Region. Eingriffe dieser Art werden zumeist in Allgemeinanästhesie oder mit Kreuzstich durchgeführt.

 

Stapler-Hämorrhoidektomie nach Longo

Hierbei wird die Hämorrhoide wieder an ihren ursprünglichen Platz gebracht durch Raffen der Schleimhaut mit einem Klammergerät, ohne am empfindlichen After schneiden zu müssen. Der Vorteil liegt in einer kurzen Operationsdauer, wenig Schmerzen und einer schnellen Heilung. Die Staplermethode wird meist bei fortgeschrittenen Hämorrhoiden an mehreren Stellen angewendet. Meist ist dazu ein kurzer Krankenhausaufenthalt nötig. In seltenen Fällen muss der Chirurg die normale Anatomie des Analkanals wiederherstellen

Hämorrhoidal-Arterien-Ligatur

Die versorgenden Arterien werden per Ultraschall lokalisiert, anschließend umstochen und abgebunden. Dadurch schrumpfen die Hämorrhoiden. Dieser Eingriff kann in Lokalanästhesie mit zusätzlicher Verabreichung von Dormikum erfolgen. Die Gefahr einer Störung der Verschlussfunktion besteht nicht.

Chirurgische Maßnahme – Analfissur

Die Operation wird meist nur im chronischen Stadium angewandt, bei der das Narbengewebe entfernt wird und eventuell zur Lockerung einige Schließmuskelfasern durchtrennt werden.

Chirurgische Maßnahme – Perianalthrombose

Größere Knoten werden in örtlicher Betäubung entfernt. Bei älteren oder gekammerten Thromben wird der gesamte Knoten entfernt.

Chirurgische Maßnahme – Abszess

Die Therapie besteht im Eröffnen und Abfließen lassen des Eiters. Dies geschieht in Form einer Operation, bei der nach Eröffnung und Entleerung die Abszesshöhle gespült wird. Bei größeren oder schlecht zugänglichen Abszessen erfolgt die Operation unter Narkose. Kleinere Abszesse können in Lokalanästhesie durchgeführt werden.